Auflösung: Glögglifrosch/Rotkehlchen

01. Dezember 2020

Die Rufe hier erinnern an helle Flöten- oder Glockentöne. Aber es handelt hierbei nicht um Eulenrufe, sondern um ein Amphibium. Ganz nach seinem Ruflaut heisst die Amphibie im Volksmund Glögglifrosch. Die Geburtshelferkröte legt bis in den Spätsommer Eipakete in geeignete Gewässer ab. Die aus den Eier geschlüpften Kaulquappen verwandeln sich noch im gleichen Herbst zu landlebenden Tieren oder überwintern als Larven im Gewässer. Die Kröte wandert nur über kurze Distanzen. Neubesiedlungen von neu entstandenen Lebensräumen sind nur bis 1.5 km Distanz nachgewiesen und kommen selten vor. Den bestehenden Habitate ist deshalb besonders Sorge zu tragen. Die Aufnahme entstand im Spätsommer in der Bolle.

Neben dem Glöggli-Ruf ist auf der Aufnahme im Hintergrund auch der plätschernde Gesang eines Rotkehlchens zu vernehmen. Während der Glögglifrosch nun schon länger verstummt ist, singt das Rotkehlchen auch im Winter fortwährend. Es ist sogar in kalten Winternächten zu hören.

Auflösung: Ringeltaube

30. November 2020

Der weisse Ring um den Hals verrät den Namen: eine Ringeltaube. Die Ringeltaube ist ein Neuankämmling im Siedlungsraum. Gegenüber den Artgenossen im Wald geniesst die Stadtringeltaube gewisse Vorteile: Das Nahrungsangebot ist günstig, der Prädationsdruck ist gering und die Winter sind im Siedlungsraum milder. So hat sich der Siedlungsbestand in den letzten 20 Jahren verdreifacht, währenddem sich die Waldpopulation nur verdoppelt hat. So sind Ringeltauben auch im Winterhalbjahr bei uns regelmässig anzutreffen.

Auflösung: Schwarzspecht

29. November 2020

Es ist ein Schwarzspecht Männchen abgebildet. Das erkennt ihr am ganz roten Scheitel. Beim Weibchen ist nur der Hinterscheitel rot. Der krähengrosse Schwarzspecht ist der grösste unter den heimischen Spechten und baut mit seinem kräftigen Meisselschnabel ovale Höhlen vorwiegend in Rotbuchen. Die Höhle liegt meist in beträchtlicher Höhe von 10–20m. Dort sollte der Stammdurchmesser >40cm sein. Für die Spechtart sind deshalb altgewachsene Bäume im Wald von grosser Bedeutung. Die Aufnahme stammt aus dem Gmeumeri Wald.